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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Macht der Götter



tse
04.01.04, 21:48
Wenn die Magie einen gewissen qualitativen Sprung machen soll, so braucht
man nichts zu gewinnen, sondern man muß etwas verlieren. die Idee der Begrenzung
des Bewußtseins. Wer erwacht aus der allgemeinen Gehirnwäsche, ist
fähig auf den mhytischen und religiösen Symbolen zu surfen.
Man denke sich eine Quelle, die sich in Flüssen und Nebenflüssen aufspaltet.
Jeder dieser Flüsse ist eine Gottheit. Die Quelle besteht aus
primärer Energie-Struktur-Leere, oder irgend so'n Zeugs. Jedenfalls ist dieses Zeugs,
sagen wir mal, etwas wie Wasser, das sich aber in jedem Fluß automatisch anders
Färbt. So hat es in einem Fluß die komische Farbe: Weisheit-und-Beseitigung-der-Hindernisse.
Der Fluß ist im Hinduismus kein Fluß sondern ein Kerl mit nem Elefantenkopf und heißt Ganescha
und gilt als Gott. Jeder Fluß hat eine andere Farbe, hat aber die Konsistenz der
Quelle beibehalten, der er entspringt.
Jetzt müßten wir unbedingt ein Hindernis beseitigen, und es wäre nicht falsch, von der Kraft
dieses Gottes zu profitieren. Wir müßten uns irgendwie anschließen an diesem Akku.
Und tatsächlich gibt es Anschlüsse, nur sie taugen nicht alle gleich viel. Einige der schlechteren werden sogar von den Priestern der jeweiligen
Gottheit empfohlen. Jetzt gilt es die Mauer im Kopf zu überwinden: Nicht nur wenige sind
auserwählt, kein Karma wiegt so schwer, daß es uns ganz abtöten kann. Sogar in der Bibel steht .
ihr sollet werden wie die Götter, nur man hat uns immer die anderen stellen vorgelesen.
In der Magie gibt es eine Technik, die heißt : die Annahme der Gottesform. Das ist ein möglicher
Anschluß, um Energie der Gottheit aufzunehmen. Je nach Talent kann es reichen sich für eine
gewisse Frequenz der gewünschten Energie zu öffnen.
Es gibt eben mehr als eine Art, einem Gott zu begegnen.
Gruß tse

Löwenherz
04.01.04, 22:30
Hallo tse,

es ist wohl das Ziel eines jeden wahren Adepten, ein gottähnliches Wesen zu werden.
Tatsächlich, das Geheimnis liegt in der Meditation.
Dies ist auch der Grund, warum ich rein garnichts von irgendwelchen Zaubermixturen halte, von diesen Rezepten von wegen "man nehme".
Die Kraft liegt in uns Verborgen, wenn wir diese über die Meditation aktivieren können, so braucht es plötzlich keine Rezepte, Rituale oder Spiegel mehr.
Tatsächlich steht es selbst im Bhagavad Gità geschrieben, dass man über gewisse Halbgötter viel erreichen kann - wenn diese auch nur als Verwalter der einzig wahren Gottheit dienen.

Leider scheine ich persönlich in der Praxis der Magie ein eher bescheidenes Talent zu sein. Ich habe mir ein grosses theoretisches Wissen angelegt, doch konnte ich in Wirklichkeit noch keinen einzigen Zauber vollbringen. Doch hat mir seltsamer Weise der Esoterische Weg trotzdem sehr viel gebracht. Mein Leben hat sich sehr günstig gewandelt, wenn sich dies auch nur in einer positiven Lebensanschauung äussert...
Ich fürchte, ich bin einem Eliphas Lévi nicht unähnlich, der sich mit der Praxis so schwer tat.

Schöne Grüsse
Löwenherz

Sonnenkrähe
08.01.04, 04:18
Hmmmm.....Tse, meinst du also, der Quell ist sozusagen reine Ur-Energie, aus der die Menschen bestimmte Teile ableiten (um beim Flußbeispiel zu bleiben), in Bezug auf ihre Wünsche und Bedürfnisse "einfärben" und personifizieren? So ganz vereinfacht gesagt?

Hab inzwischen ja so meine eigenen Erfahrungen mit Gottkräften gemacht.....
.....wie stehst du denn zum "Reflecting" (so heißt das glaub ich) - also der Technik, in der man einen Gott/eine Göttin quasi "zur Untermiete" bei sich wohnen läßt bzw. ein Gott/eine Göttin sich aussucht, dies zu tun;
hast du da schon Erfahrungen bzw. Infos gesammelt?

Bin ja immer noch wieder am grübeln, ob die (als Teile meiner Selbst) aus mir selbst heraus- oder tatsächlich in mich hineingekommen sind.....oder ob ich zeitweilig einfach auf ihrer "Schwingungs-Wellenlänge" - sprich kompatibel - bin.

Fragen über Fragen :roll:

Auf jeden Fall hochinteressant das Ganze,
ähnliche Gedanken beschäftigen mich auch immer wieder aufs Neue.....

Gruß
Sonnenkrähe

tse
12.01.04, 00:46
@Sonnenkrähe

Mit der Untermiete für Götter habe ich keine Erfahrung.
Nie gehört. Ist das so etwas wie die Verehrung einer Bestimmten Gottheit?
Zur Quelle und die Ableitungen. Die Kabballa hat ein ähnliches Modell mit
ihrem Lebensbaum, wo aus der Ur-Sphäre andere Sphären
herauskommen, die die Verschiedenen Kräfte darstellen.
Die Landkarte ist aber nie die Landschaft. Modelle helfen aber zuweilen.
Für mich gehören metaphysische Fragen zur Magie, um alles irgendwie
ins Ganze einzuordnen.
Gruß tse

Sonnenkrähe
12.01.04, 01:44
Die Verehrung einer bestimmten Gottheit hat sicher auch damit zu tun.....

Reflecting (den Ausdruck dafür kenn ich auch erst seit kurzem) soll bedeuten, daß man in einem Ritual eine Gottheit bittet, für einen bestimmten festgesetzten Zeitrahmen "in einem zu wohnen", z.B. um bestimmte Erkenntnisse oder Erfahrungen vermittelt zu bekommen, bestimmte Problematiken zu lösen, etc... - ist natürlich zur Selbstentwicklung gedacht.

Eine "normale" Invokation halt, nur das diese hier eben länger andauert.

Oder eine Gottheit (logischerweise eine, zu der du auch einen Bezug hast) entscheidet sich von sich aus, dich eine Weile "hautnah" zu begleiten.....und geht dann wieder, sobald ihre Aufgabe vollendet ist.

Den Lebensbaum nutz ich übrigens selbst recht gerne als "Landkarte";
is schön übersichtlich, und es gibt ja scheinbar wirklich nix, was man nicht da rein übertragen kann....

LG
Sonnenkrähe