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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das magische Jahr / 23. September



Abendstern
21.09.06, 11:51
23. September
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Die Sonne tritt in das Zeichen der Waage; Herbst-Tagundnachtgleiche, Eleusinische Mysterien (grichisch)

Jetzt stehen wir im Zeichen der Waage, die Ausgewogenheit symbolisiert, denn Mutter Natur schafft wieder einmal ein Gleichgewicht zwischen den Kräften Hell und Dunkel. Von nun an werden die Tage kürzer und die Nächte länger. Die Göttin steigt in die Unterwelt hinab, die Welt der Dunkelheit, wo sie sich um die toten Seelen kümmert. Dieses Hinabgehen in die Unterwelt, dem Tod zum Trotz, wird durch die zahlreichen Rituale und Prozessionen der Eleusinischen Mysterien gefeiert.
Die Eleusinischen Riten waren das berühmteste Göttinenfest in Europa. Von überall her kamen Männer und Frauen, um daran teilzunehmen, denn man glaubte, dadurch Glück und Weisheit zu gewinnen und durch die Göttin geheiligt zu werden.
Von der Tagundnachtgleiche bis zum Ende des Monats September wurde jeden Tag ein anderes Rutual begangen und etwas anderes zum Gegenstand gemacht. Das Fest begann mit Prozessionen von Athen nach Eleusis. Die Teilnehmer legten heiliges Grät zu Füssen der Göttin Demeter ab und badeten anschliessend im Meer, legten neues Leinzeug an und grossen Trankopfer auf die Erde. Die Frauen und einige Männer versammelten sich zum Fackeltag, wenn sich die Prozessionen aufs neue formierten und durch die Tempel und Stadt zogen, um Persephone / Kore zu suchen.
Bei diesen Feiern trugen die älteren Frauen Körbe mit der Habe der Göttin : einen Kamm, Symbol der Aphrodite, einem Spiegel, einer Schlangengestalt oder einer lebendigen Schlange (für die Wiedergeburt), Weizen und Gerste. Die Frauen fuhren in Ochsenkarren und riefen einander Ungehörigkeiten zu. Man kann sich das gut vorstellen : >>He, Althea, dein Ochse sieht aus wie ein Lämmchen, und deine Körbe haben Löcher !<<
Der 24. September, der zweite Tag, war der Tag der grossen Reinigung, und man nahm ein rituelles Bad im Meer : Die Initierten wuschen damit alle Unwissenheit fort und wurden rein. Am 25. September baute man einen Altar um einen Baum, dort verbrannte man Weihrauch und gross Trankopfer auf die Erde; dies symbolisierte Ehrfurcht vor dem Planeten. Am 26. September fand eine grosse Prozession zur Feier der Erdgöttin Demeter statt. Begeistert riefen die Menschen dem Standbild der Göttin, das auf einem Wagen mitgeführt wurde, zu : >>Heil Demeter !<< Alle waren festlich gekleidet und verbrachten den Tag in fröhlicher Ausgelassenheit.
Am 27. September veranstaltete man tagsüber und nachts grosse Fackelzüge. Das kennzeichnete den Beginn der eigentlichen Mysterien.


L.G
*Sternchen

3896311433

Fee
21.09.06, 11:53
Jetzt muss ich endlich mal was dazu schreiben. Ich danke dir, dass du die Texte hier regelmäßig reinstellst. Ich habe jeden gelesen und ich finde sie toll.

Danke!

*knuddels*

Fee
:sunny2:

Abendstern
21.09.06, 16:04
*freu* :p:

*Feechen dolle reknuddelt*
dann ich werde natürlich auch gerne alle anderen reinschreiben.

*knuddels*
*Sternchen
:sunny2:

evoi
21.09.06, 17:55
Ich find das auch toll Sternchen!

Es ist immer gut eine Erinnerung zu erhalten, welche Kräfte der Natur gerade am wirken sind.

Vielen Dank!

evoi :blume: