Cweorthwen
17.11.03, 12:47
24.08.2004 - habe diesen Thread mal wieder hochgeholt, da so viele "neue Gesichter" hiersind, da würde es mich doch mal interessieren, wie ihr so zur Esoterik/Magie gekommen seid:
Hallo Ihr Lieben.
Erstmal ein Riesenlob an die Macher dieser Seiten, aber auch an alle „Mitschreiber“. Ich lese mich seit einigen Tagen durchs Forum und bin sehr beeindruckt. Zum einen gefällt mir der freundliche Umgangston, zum anderen habe ich den Eindruck, daß man hier mit großer Einfühlsamkeit und Sorgfalt mit allen gestellten Fragen, den Meinungen anderer etc. umgeht. Respekt!
Wie schön, daß ich hier gelandet bin, ich bin noch ganz neu (quasi gerade „wachgeküßt“) und habe undendlich viele Fragen, ich denke, hier bin ich gut aufgehoben.
Was mich als Newbie hier und als Newbie was generell die Magie angeht zuerst mal brennend interessiert ist, wie und wann Ihr die Magie, Eure magische Seite (wie auch immer man es nennen will) entdeckt habt, und wie Ihr am Anfang damit umgegangen seid.
Ich mache dann mal den Anfang:
Ich bin 37 Jahre alt, war nie ein gläubiger Mensch, wenn mir jemand die Glaubensfrage gestellt hat, lautete meine Antwort immer "Ich glaube nicht an Gott, ich glaube an die Natur" – jetzt bekomme ich langsam mit, daß da noch viel mehr drinsteckt, als ich immer dachte.
Vor einigen Wochen hatte ich ein Schlüsselerlebnis, das Vieles (Alles?!?) für mich verändert hat:
Ich bin mit einem Freund, mit dem mich eine sehr innige Freundschaft verbindet, in einer kleinen Stadt in einen Esoterik-Laden geraten. Mein Freund kaufte eine Edda und unterhielt sich eine Weile mit der Ladeninhaberin. Als wir den Laden verlassen hatten fragte ich ihn, ob die Frau eine Hexe sei, was er bejahte. Er selbst ist auf dem langen Weg ein Druide zu werden, das wußte ich zwar, er hat mir auch schon die Karten gelegt, aber ich hatte nie so richtig nachgefragt, war wohl zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht bereit dazu. Auch in diesem Moment haben wir uns nicht weitergehend über das Thema unterhalten. Ca. eine halbe Stunde später, als wir mit dem Auto auf dem Rückweg nach Hause waren, stieg ein seltsames Gefühl in mir auf, eine innere Unruhe, wir wurde ein bißchen schwummerig, er grinste nur und meinte, der keltische Anhänger, den ich gekauft hatte, sei mit der Energie der Hexe aufgeladen... Das Gefühl wurde aber immer stärker, mit war total nach Heulen zumute und schließlich mußte (wollte) ich anhalten – dann gingen die Schleusen auf. Er hat mich eine Weile alleine im Auto gelassen, wo ich wie ein Schloßhund geweint habe – aber es war kein Gefühl der Trauer, sondern sehr schön, eine Befreiung. Danach war ich total high. Für 4 Tage euphorisch ohne Ende. Auch fand bei einigen Berührungen mit besagtem Freund plötzlich ein Energieaustausch statt, wie ich ihn früher nie wahrgenommen hatte. Eine Woche später saß ich alleine im Büro, mußte plötzlich ganz intensiv an ihn denken und hatte das Gefühl, daß ich ihn kontaktieren muß, schickte ihm eine SMS, daß ich an ihn denke. Später hat er mir dann erzählt, daß er in dem Moment, als die SMS kam, gerade ein offenes Ritual durchgeführt hatte...
Mir kommt es so vor, als wenn all das schon in meiner Kindheit dagewesen ist, ich es nur verdrängt hatte. Es kommen jedenfalls jetzt oft Gedanken an Menschen hoch, ganz plötzlich, die ich jahrelang nicht gesehen habe, und zu denen ich auch kein besonders enges Verhältnis hatte – aber diese Gedanken gehen mit dem Wissen einher, daß auch diese Menschen etwas mit Magie zu tun hatten/haben.
Soviel zu den schönen Momenten. Ich habe mir einiges an Literatur zugelegt und fange so langsam an, mich einzulesen. Eine weitere Woche später, ich hatte im Bett vor dem Einschlafen noch an der Einführung zu einem Buch von Marian Green gelesen, dann ein Erlebnis, das mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. An meine Träume kann ich mich so gut wie nie erinnern, in diesem Fall erinnere ich mich an einen kurzen Traum, den ich irgendwie bewußt beendet habe, dann plötzlich sah ich Lichtblitze zucken, und seltsame Muster (mit geschlossenen Augen, aber das war jetzt kein Traum mehr), ich hörte aus der Ferne Beschwörungen, dunkle Stimmen, habe aber nichts verstanden. All das hatte etwas sehr bedrohliches und ich fragte mich verzweifelt wie ich die Nacht überstehen sollte, hatte das Gefühl das nicht durchstehen zu können, bis ich an meinen Freund dachte, ich nahm mir vor, ins Wohnzimmer zu gehen und ihn anzurufen und um Rat zu fragen, egal wie spät es war. Damit war dann das Erlebnis beendet, der Bann gebrochen.
Danach habe ich irgendwie wieder zugemacht, jedenfalls hat dieser Energiefluß einige Wochen gar nicht mehr stattgefunden, bis vor zwei Wochen, als besagter Freund erfuhr, daß sich eine Bekannte von ihm das Leben genommen hat. Er ist sehr verzweifelt, aus diversen Gründen, und jetzt endlich kann ich wieder aufmachen, habe letzte Woche, als er einen sehr schlimmen Tag hatte seinen Schmerz auch selbst körperlich gespürt – eine sehr schöne (wenn auch schmerzvolle) Erfahrung für mich.
Trotzdem merke ich, daß noch viele Blockaden bei mir vorhanden sind, oft kann ich nicht so richtig loslassen, auch wenn ich es mir wünsche.
Jetzt bin ich also dabei, zu lesen, zu lernen, Antworten auf meine endlosen Fragen zu suchen (sagt mir bitte nicht, ich soll alles fließen lassen, ich muß nun einmal immer alles hinterfragen, das liegt in meiner Natur). Mit Ritualen etc. möchte ich erst anfangen, wenn ich ein bißchen mehr erfahren habe. Ich denke aber, daß viele Veränderungen auf mich zukommen werden, ein Umdenken stattfinden muß in vielerlei Hinsicht (und z.T. auch schon stattgefunden hat) – ich freue mich auf all das, aber ein bißchen Angst habe ich schon auch vor dem, was da kommen mag.
Eine lange Geschichte, danke an diejenigen, die bis zum Schluß durchgehalten haben – es wäre sehr schön, wenn die eine oder der andere von Euch auch berichten würde, wann und wie Ihr angefangen habt, Euch mit der Magie zu beschäftigen.
Lieben Gruß
Cweorthwen
P.S. Vor einigen Nächten hatte ich Besuch von meiner vor vielen Jahren verstorbenen Mutter, es waren nur wenige Sekunden, aber ein wunderschönes Erlebnis…
Hallo Ihr Lieben.
Erstmal ein Riesenlob an die Macher dieser Seiten, aber auch an alle „Mitschreiber“. Ich lese mich seit einigen Tagen durchs Forum und bin sehr beeindruckt. Zum einen gefällt mir der freundliche Umgangston, zum anderen habe ich den Eindruck, daß man hier mit großer Einfühlsamkeit und Sorgfalt mit allen gestellten Fragen, den Meinungen anderer etc. umgeht. Respekt!
Wie schön, daß ich hier gelandet bin, ich bin noch ganz neu (quasi gerade „wachgeküßt“) und habe undendlich viele Fragen, ich denke, hier bin ich gut aufgehoben.
Was mich als Newbie hier und als Newbie was generell die Magie angeht zuerst mal brennend interessiert ist, wie und wann Ihr die Magie, Eure magische Seite (wie auch immer man es nennen will) entdeckt habt, und wie Ihr am Anfang damit umgegangen seid.
Ich mache dann mal den Anfang:
Ich bin 37 Jahre alt, war nie ein gläubiger Mensch, wenn mir jemand die Glaubensfrage gestellt hat, lautete meine Antwort immer "Ich glaube nicht an Gott, ich glaube an die Natur" – jetzt bekomme ich langsam mit, daß da noch viel mehr drinsteckt, als ich immer dachte.
Vor einigen Wochen hatte ich ein Schlüsselerlebnis, das Vieles (Alles?!?) für mich verändert hat:
Ich bin mit einem Freund, mit dem mich eine sehr innige Freundschaft verbindet, in einer kleinen Stadt in einen Esoterik-Laden geraten. Mein Freund kaufte eine Edda und unterhielt sich eine Weile mit der Ladeninhaberin. Als wir den Laden verlassen hatten fragte ich ihn, ob die Frau eine Hexe sei, was er bejahte. Er selbst ist auf dem langen Weg ein Druide zu werden, das wußte ich zwar, er hat mir auch schon die Karten gelegt, aber ich hatte nie so richtig nachgefragt, war wohl zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht bereit dazu. Auch in diesem Moment haben wir uns nicht weitergehend über das Thema unterhalten. Ca. eine halbe Stunde später, als wir mit dem Auto auf dem Rückweg nach Hause waren, stieg ein seltsames Gefühl in mir auf, eine innere Unruhe, wir wurde ein bißchen schwummerig, er grinste nur und meinte, der keltische Anhänger, den ich gekauft hatte, sei mit der Energie der Hexe aufgeladen... Das Gefühl wurde aber immer stärker, mit war total nach Heulen zumute und schließlich mußte (wollte) ich anhalten – dann gingen die Schleusen auf. Er hat mich eine Weile alleine im Auto gelassen, wo ich wie ein Schloßhund geweint habe – aber es war kein Gefühl der Trauer, sondern sehr schön, eine Befreiung. Danach war ich total high. Für 4 Tage euphorisch ohne Ende. Auch fand bei einigen Berührungen mit besagtem Freund plötzlich ein Energieaustausch statt, wie ich ihn früher nie wahrgenommen hatte. Eine Woche später saß ich alleine im Büro, mußte plötzlich ganz intensiv an ihn denken und hatte das Gefühl, daß ich ihn kontaktieren muß, schickte ihm eine SMS, daß ich an ihn denke. Später hat er mir dann erzählt, daß er in dem Moment, als die SMS kam, gerade ein offenes Ritual durchgeführt hatte...
Mir kommt es so vor, als wenn all das schon in meiner Kindheit dagewesen ist, ich es nur verdrängt hatte. Es kommen jedenfalls jetzt oft Gedanken an Menschen hoch, ganz plötzlich, die ich jahrelang nicht gesehen habe, und zu denen ich auch kein besonders enges Verhältnis hatte – aber diese Gedanken gehen mit dem Wissen einher, daß auch diese Menschen etwas mit Magie zu tun hatten/haben.
Soviel zu den schönen Momenten. Ich habe mir einiges an Literatur zugelegt und fange so langsam an, mich einzulesen. Eine weitere Woche später, ich hatte im Bett vor dem Einschlafen noch an der Einführung zu einem Buch von Marian Green gelesen, dann ein Erlebnis, das mich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. An meine Träume kann ich mich so gut wie nie erinnern, in diesem Fall erinnere ich mich an einen kurzen Traum, den ich irgendwie bewußt beendet habe, dann plötzlich sah ich Lichtblitze zucken, und seltsame Muster (mit geschlossenen Augen, aber das war jetzt kein Traum mehr), ich hörte aus der Ferne Beschwörungen, dunkle Stimmen, habe aber nichts verstanden. All das hatte etwas sehr bedrohliches und ich fragte mich verzweifelt wie ich die Nacht überstehen sollte, hatte das Gefühl das nicht durchstehen zu können, bis ich an meinen Freund dachte, ich nahm mir vor, ins Wohnzimmer zu gehen und ihn anzurufen und um Rat zu fragen, egal wie spät es war. Damit war dann das Erlebnis beendet, der Bann gebrochen.
Danach habe ich irgendwie wieder zugemacht, jedenfalls hat dieser Energiefluß einige Wochen gar nicht mehr stattgefunden, bis vor zwei Wochen, als besagter Freund erfuhr, daß sich eine Bekannte von ihm das Leben genommen hat. Er ist sehr verzweifelt, aus diversen Gründen, und jetzt endlich kann ich wieder aufmachen, habe letzte Woche, als er einen sehr schlimmen Tag hatte seinen Schmerz auch selbst körperlich gespürt – eine sehr schöne (wenn auch schmerzvolle) Erfahrung für mich.
Trotzdem merke ich, daß noch viele Blockaden bei mir vorhanden sind, oft kann ich nicht so richtig loslassen, auch wenn ich es mir wünsche.
Jetzt bin ich also dabei, zu lesen, zu lernen, Antworten auf meine endlosen Fragen zu suchen (sagt mir bitte nicht, ich soll alles fließen lassen, ich muß nun einmal immer alles hinterfragen, das liegt in meiner Natur). Mit Ritualen etc. möchte ich erst anfangen, wenn ich ein bißchen mehr erfahren habe. Ich denke aber, daß viele Veränderungen auf mich zukommen werden, ein Umdenken stattfinden muß in vielerlei Hinsicht (und z.T. auch schon stattgefunden hat) – ich freue mich auf all das, aber ein bißchen Angst habe ich schon auch vor dem, was da kommen mag.
Eine lange Geschichte, danke an diejenigen, die bis zum Schluß durchgehalten haben – es wäre sehr schön, wenn die eine oder der andere von Euch auch berichten würde, wann und wie Ihr angefangen habt, Euch mit der Magie zu beschäftigen.
Lieben Gruß
Cweorthwen
P.S. Vor einigen Nächten hatte ich Besuch von meiner vor vielen Jahren verstorbenen Mutter, es waren nur wenige Sekunden, aber ein wunderschönes Erlebnis…