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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Autogenes Training / Meditationen



Fee
20.02.03, 18:17
Huhu an Alle,

ich habe vor ein paar Tagen mit meiner Trainerin bezüglich autogenem Training und Phantasiereisen/Gedankenreisen gesprochen und fand das alles furchtbar interessant. So interessant, daß ich mir nun ein Buch und eine CD darüber gekauft habe.

Habt Ihr da auch schon Erfahrungen mit gesammelt? Habt Ihr evtl. sowas auch schonmal ausprobiert? Lasst Ihr Euch die "Geschichten" von jemanden anders erzählen oder nehmt Ihr Eure Stimme vorher auf und spielt sie dann - zur Entspannung - wieder ab?

Liebe Grüße

Fee

ming
22.02.03, 13:21
Zur Meditation verwende ich Musik, bevorzugterweise die CD "Oxygene" von Jean-Michel Jarre. Worte stören mich da nur, deshalb ...

Gruß
ming

Fee
24.02.03, 11:44
Zur Meditation verwende ich Musik, bevorzugterweise die CD "Oxygene" von Jean-Michel Jarre. Worte stören mich da nur, deshalb ...

Gruß
ming

Huhu ming,

natürlich kann ich auch meditieren einfach so (da finde ich manchmal sogar schon Musik störend) - aber manchmal ist es auch schön, eine zielgerichtete Reise anzutreten, oder? Hast Du sowas schonmal ausprobiert oder ist das eher nicht Dein Ding?

*winkes und drücks*

Feelie

Rine
02.03.03, 20:05
Ein Meditationsobjekt kann der Atem sein, ein Klang den wir hören, ein Wort, ein Satz oder ein Bild.
Selbstverständlich ist, dass wir uns dazu eine Zeit und eine Umgebung suchen in der wir ungestört sein können. Das wir für die halbe Stunde der Meditation, die Klingel und das Telefon abstellen. Ebenso sollten wir zu Beginn nicht versuchen komplizierte Stellungen einzunehmen, sondern bequem und entspannt sitzen ohne dabei einzuschlafen. Denn wo der Körper nicht entspannt ist, kann es der Geist auch nicht sein.
:)
Liebe Grüße

Rine

Fee
06.03.03, 17:19
Huhu liebe Rine,

hast Du es schonmal mit einer Meditation oder Gedankenreise probiert?

*angucks*

Feelie *drücks*

Rine
10.03.03, 18:07
Huhu liebes Feelie,
ich habe mal auf Lanzarote mit meiner Freundin und einer Bekannten, die dort lebt eine Heilerin in den Bergen besucht.
Das war echt beeindruckend. Es waren sehr viele esotherische Gegenstände in diesem Haus, wie Steine, Musikkassetten, verschiedene Aromaöle, versch. Ying und Yangfiguren und Klangzeugs aufgehangen, welches bei jedem Luftzug zu hören war. Wir waren ungefähr mit 10 Leuten dort und setzen uns in die Runde. Jeder erzählte etwas von sich und seinen Beschwerden.
Es dauerte ca. 1 Stunde. Danach schlossen wir alle die Augen, dann ging diese Heilerin von einem zum anderen, legte ihre Hand bei jedem auf dem Kopf und sprach einen Spruch. Zum Schluß setzten wir uns wieder alle in die Runde, nahmen uns bei den Händen, schlossen unsere Augen und sollten völlig abschalten. Es war ein befreiendes Gefühl. Es endete mit einem 3fachen ommmmmmm.
Eine direkte Gedankenreise habe ich noch nicht unternommen, dazu muß man auch bestimmt völlig loslassen und total entspannt sein. *denks* Wäre wahrscheinlich nach diesem Besuch gegangen, weil man dort völlig enspannt war.
Liebe Grüße

Rine
*dolledrücks* :wink:

lil witch
19.06.03, 20:57
Für autogenes Training merke ich mir die Geschichten meist auswenig (so halb, muss ja nicht wort-wörtlich sein) oder meine Freundin und ich erzählen uns gegenseitig Diese Geschichten.
Meine eigene Stimme lenkt mich nur ab.
*grüss*
lil witch

Anonymous
18.09.03, 19:49
Hallo!

Zum Autogenen Training:
Ich hab es vor einigen Jehren gelernt und fand es sehr angenehm und hilfreich. Zu Beginn sprach unsere Lehrerin für uns. Das war besonders deshalb angenehm, weil man so die Gedanken viel besser loslassen kann. Man braucht nicht zu überlegen, was als nächstes kommt. Sobald man die Abfolge jedoch beherrscht ist es oft angenehmer es selbst in die Hand zu nehmen (weil man dadurch selbst seine Geschwindigkeit bestimmen kann und nicht auf die Gruppe zu warten braucht bzw. sich wegen der Gruppe beeilen muss).
Ganz allgemein ist zu sagen, dass AT sehr hilfreich ist um sich zu zentrieren und ruhig zu werden, da man sich "nur" mit dem Körper beschäftigt.

Zu geführten Medidationen:
Ich besuche alle paar Monate mal Seminare bei denen wir geführte Meditationen und Astralreisen machen. Super Erlebnis, besonders die Reisen. Hier würde ich aber empfehlen nicht alleine oder mit CDs herumzuprobieren, sondern einen erfahrenen Führer zu suchen.

lg Arwen

Chiron
19.09.03, 06:28
Hallo Fee!
Während meiner dreijährigen NLP-Ausbildung habe ich jede Menge Gedankenreisen unternommen (da noch geführt). Mittlerweile gehe ich ab und zu selber auf Gedankenreise (am liebsten in Märchenwelten). Während dieser geführten Gedankenreisen habe ich auch meine zwei Krafttiere kennengelernt, die mich noch immer begleiten (auch im Alltag). :)
Nach einer Tranceausbildung führe ich nun auch andere Leute auf Gedankenreisen. 8)
Wenn ich selber auf Gedankenreise gehe, sind natürlich meine Krafttiere immer dabei (unheimlich gute Beschützer).
Liebe Grüße,
Chiron

tse
28.09.03, 00:10
Autogenes Trainig ist ein gutes Werkzeug zur Autosuggestion, Entspannung
und zur Einleitung zu Reisen in die Immagination. Ungeführte Reisen finde ich
fazinierender als geführte. Psychologen wie Jung und auch Leuner
haben Teile der inneren Welten ausgelotet. Innere Welten haben bestimmte Gesetze, man sollte sie kennen lernen. Im magischen Orden "Golden Dawn"
reiste man immaginativ auf den Pfaden des kabbalistischen Lebensbaumes,
man machte dazu den Geistertest, um zu sehen, daß es sich auch um
heilige Visionen handelte. Im Innern kann man Magische Geschenke bekommen,
deren Kraft sich auch im Wachleben auswirken. Man sollte psychologisch und
spirituell arbeiten. Der Kluge kennt die Welt, der Weise sich selbst.
Gruß tse

Anonymous
28.09.03, 11:30
Zum autogenen Training höre keine Musik, konzentriere mich ausschließlich auf meinen Atem.
Sehr wohl aber bei einer Gedankenreise, bei der ich ein bestimmtes Ziel erreichen will. Meistens Entspannungsmusik untermalt mit Meeresrauschen. Hin und wieder auch mal Musik der Waale. Damit muss ich jedoch etwas vorsichtig umgehen, weil ich ab einem bestimmten Punkt beginne abzusinken.
Bilderreisen gehen bei mir ganz leicht ohne Medium, fast aus dem Stehgreif, auch tagsüber (hilft gegen stressigen Büroalltag).

lg
kaylee

Der lachende Prophet
13.07.07, 08:42
Hallo

ich interessiere mich sehr für autogenes Training.
Zum einen, weil ich es Hilfreich für die magische Praxis finde,
aber zum anderen auch, weil es eine praktische und zeitsparende Möglichkeit ist zu entspannen. Wenn man mal wieder ein an einem harten Tag ein Leistungstief hat und sich vergeblich über einer Aufgabe quält.

Die eine Möglichkeit wäre einen VHS Kurs zu besuchen. Ich würde aber auch gerne mal meine Nase in ein Buch zu diesem Thema vertiefen.
Eine Buchempfehlung habe ich hierzu schon in einem anderen Thread gefunden, aber das ist mir nicht genug :P
Hat sich schon mal jemand anhand eines Buches an autogenem Training probiert?


LG
Der lachende Prophet

Cassyah
13.07.07, 09:41
Hallo!

vll hilft dir das hier weiter?!?
zumindest für den anfang recht hilfreich und auch erweiterbar:


1. Schwere- Übung mit den Armen und Beinen


Ziel: Neuromuskuläre Entspannung der Willkürmotorik

Formeln:
Mein rechter Arm ist schwer!
Mein linker Arm ist schwer!
Beide Arme sind schwer!
Mein rechtes Bein ist Schwer!
Mein linkes Bein ist schwer!
Beide Beine sind schwer!



2. Wärme-Übung mit den Armen und Beinen

Ziel: Wärmeisolationen in den Extremitäten durch Gefäßerweiterung (Vasodilatationen).

Formeln:
Mein rechter Arm ist warm!
Mein linker Arm ist warm!
Beide Arme sind warm!
Mein rechtes Bein ist warm!
Mein linkes Bein ist warm!
Beide Beine sind warm!



Die Übung dazu:

1. Führen sie täglich acht Tage jeweils zehn minuten die schwere- und wärme-übung durch.
Beginnen sie zuerst nur mit der schwere-übung für arme und beine.
nehmen sie am vierten oder fünften tag die wärme-übung der arme und beine hinzu.

2. schreiben sie jedes mal kurz ihre körperempfindungen, gedanken und gefühle nach der entspannung auf.

3. vergleichen sie nach den acht übungstagen ihre erfahrungen mit hilfe ihrer protokolle. finden sie gründe für gelungene übungen und für schwierigkeiten heraus.
3407221525
Zusatz (meine Erfahrungen):

am besten ist es, man legt sich oder setzt sich bequem hin. beim sitzen ist die kutscher-position geeignet, damit man, falls man eindöst, nicht umfällt ;-) . man beginnt dann rechts oder links (je nachdem, ob man rechts- oder links-händer ist) und startet am besten im nacken. man stellt sich eine kugel vor, wie eine energiekugel, die nun langsam den arm abwärts wandert. dabei kann man auf den einzelnen teilabschnitten immer wieder die formel sprechen: mein rechter arm ist ganz schwer. ich füge immer noch ein "und entspannt" hinzu. je nach bedarf kann man dann auch dem ellenbogen eine besondere bedeutung zuweisen, in dem man direkt zu sich sagt "mein ellenbogen vom rechten arm ist auch ganz entspannt und schwer". danach wander ich runter zu den fingern und gehe diese einzeln durch. anschließend geht´s wieder aufwärts und dann das selbe spiel beim linken arm :-)
die beine werden dann über den bauch erreicht, den man sich am besten als einen großen warmen ort vorstellen soll (nicht zu bildreich, sonst kann es eklig werden ;-) ). dann folgt das selbe spiel wie bei den armen dann bei den beinen.

das wichtige ist, dass man diese energiekugel versucht sich bildlich vorzustellen, wie sie über den arm oder im arm abwärts wandert und diese schwere und entspannung mitsich bringt! das erzielt zumindest bei mir die beste wirkung, weil man sich eben noch internsiver konzentriert.

nach ein, zwei malen kann man dann den zusatz der wärme mit dazu nehmen - ein sehr cooles gefühl, wenn die energiekugel einen von innen heraus erwärmt :-)




liebe grüße


Cassyah :blume:

Fee
13.07.07, 10:13
Hallöchen,

ich habe diesen Thread mal einem bereits bestehenden zum Thema hinzugefügt. Ich denke, so ist das für andere auch besser nachvollziehbar. Außerdem habe ich noch einen Thread (http://www.magieportal.com/forum/showthread.php?t=1380) gefunden, der dich vielleicht interessieren könnte.

Autogenes Training hilft mir sehr. Ich habe die ersten Erfahrungen am Ende einer Sportstunde im Verein gemacht, da wir das manchmal dort als Entspannungsübung dran gehangen haben. Das war für mich sehr sinnvoll, da ich nun wusste, wie man die Übungen am besten spricht, denn einfach so weglesen hilft da nicht viel. Du solltest dir am besten tatsächlich einen Kurs an der VHS gönnen um erstmal das sprechen zu lernen und auch die ersten eigenen Erfahrungen zu machen. Danach kommst du sehr gut mit einem Buch und einem Tonband klar. Wenn du noch geübter bist, kannst du das bald auch ohne Tonband.

Ich hoffe, das hat dir ein bisschen weiter geholfen!

Liebe Grüße

Fee
:sunny2:

Der lachende Prophet
13.07.07, 10:19
@ Cassyah:
Diese Körperreisen (unter dem Begriff kenn ich das) machen wir im Yogakurs auch immer. Fühlt sich toll an.
An eine Energiekugel habe ich dabei noch nie bewusst gedacht, aber du hast schon recht, es sich als Kugel vorzustellen liegt sehr nahe.
Hm, das mit der Wärme muss ich mal ausprobieren.
Ich hattte seltsamerweise immer Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass meine einzelnen Gliedmaßen schwer werden. Meine Yogalehrerin sagt immer, wir sollen uns vorstellen dass der Druck auf die Auflagepunkte unseres Körpers höher wird. Ist im Endeffekt das selbe, als würde der Körper schwerer, aber das klappt dann entsprechend nur im Liegen

Kannst du mir noch mehr zum Inhalt des Buches, das du dort vorgstellt hast, erzählen? Welche Themen noch vorkommen? Der link führt übrigens bei Amazon leider nicht zum Buch...

Aber vielen Dank schon mal :o:

@Fee:
Also da ich schon Yoga mache, wo wir so etwas öffters machen, denke ich, dass ich auch so damit klar kommen würde. Ich habe auch schon mal mit jemand anderem eine Körperreise gemacht, bei der ich die Entspannungsschritte vorgesprochen habe und das hat sehrgut geklappt. Ich denke ich hab da einen intuitiven Zugang zu.
Ich würde das was ich da schon kann nur gerne noch mit einem Buch vertiefen.

Cassyah
13.07.07, 10:59
hallo!


also ich habe die untenstehende übung von einem dozenten als einstig in das autogene training erklärt bekommen! wie gesagt, es ist die basis, die man dann erweitern kann.

mir persönlich hat das mit der wärme und schwere sofort zugesagt und auch bestens von anfang an funktioniert! ansich ist das aber ja auch nur ein platzhalter für dinge, die man "heraufbeschwören" können möchte. wobei wärme natürlich toll ist, wenn man grad radfährt und die beine frieren^^.


isbn...mmmh was da wieder schief lief

hier mal der link zu amazon:

Entspannungstechniken für Kinder und Jugendliche (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3407221525/reichdesmonde-21)


zum buch gibt es dort auch ein "search inside" was von vorteil ist, da ich das buch leider nicht mehr besitze (hatte es mir nur ausgeliehen).
mein eindruck von dem buch war jedoch sehr gut! zudem hatte ich es von meinem wertgeschätzten pädagogik und psychologie dozenten empfohlen bekommen, was für mich halt eine große präferenz darstellt, da der herr sehr kritisch ist, was literatur angeht^^


lg, Cassyah :blume:

Fee
13.07.07, 11:23
Der link führt übrigens bei Amazon leider nicht zum Buch...

Jetzt dürfte der Link funktionieren, ich habe ihn gerade mal verbessert.

@Cassyah: Ohne die Bindestriche, dann funktioniert es auch ;-)


@Fee:
Also da ich schon Yoga mache, wo wir so etwas öffters machen, denke ich, dass ich auch so damit klar kommen würde. Ich habe auch schon mal mit jemand anderem eine Körperreise gemacht, bei der ich die Entspannungsschritte vorgesprochen habe und das hat sehrgut geklappt. Ich denke ich hab da einen intuitiven Zugang zu.
Ich würde das was ich da schon kann nur gerne noch mit einem Buch vertiefen.

Hmm... also meine Bücher waren nicht gerade die tollsten. Ich habe von Else Müller "Inseln der Ruhe", die sind für mich persönlich aber ein wenig zu ...hmmm... spirituell angehaucht. Das trifft aber wahrscheinlich nur für mich persönlich zu, daher hier einmal den Buchlink:
3596122740
Darin wird näher beschrieben, wie das Autogene Training wirkt und einiges an Praxisbeispielen genannt, so dass man sich auch seine eigenen Übungen zusammen schreiben kann. Auch, wie so etwas aufgebaut wird und welche Übungen für was am besten sind. Dazu hatte ich mir noch eine CD gekauft, damit ich schon ein paar praktische Übungen habe:
3466457475
Genau genommen war es nur die CD, mit der ich unzufrieden war. Ich denke, wenn du ein gutes Buch zum Aufbau von Eigenübungen haben möchtest, wäre Else Müller bestimmt auch eine gute Empfehlung.

Liebe Grüße

Fee
:sunny2:

Der lachende Prophet
13.07.07, 23:39
Ich habe mich heute (ach nein, is ja schon morgen^^ dann also eigentlich gestern ;)) in einem Buchladen nach Büchern zu dem Thema gesucht und ich habe eigentlich in jedem den mal mehr und mal weniger dringenden Hinweis gelesen, dass das jeweilige Buch als Ergänzung zum dringend empfohlenen Kurs unter fachlicher Leitung diene.
Naja, wenn ich mal genauer drüber nachdenke ist das auch Grundvernünftig. Sollte man pöltzlich Herzrasen oder Kreislauf Probleme bekommen oder ungeahnt unangenehme Dinge in den Tiefen seiner eigenen Psyche finden ,wäre es schon schön einen Arzt bzw Psychologen da zu haben, der einem dann ein paar sachliche Tipps geben kann.

Ein Buch gefiel mir auch sehr gut, weil es schön bodenständig (und dick;) :D) war:
3442165954
Ich weiß nicht ob es jemand kennt. Mir gefiel an dem Buch, dass es das Thema aus psychologischer und medizinischer Sicht beleuchtete, dabei nicht nur eingefleischte sondern auch alternative Ideen in betracht zog, also mehrere Erklärungsmodelle für bestimmte Effekte bot. (Ja, ich stand sehr lange im Buchladen mit dem einen Buch in der Hand und ich wartete nur darauf, dass die Verkäuferin mich fragt ob ich es hier lesen oder nicht doch lieber kaufen möchte *gg*)
Wie soll ich das in Worte fassen ohne falsch verstanden zu werden...Spiritualität wird einem viel auf diesen Gebieten geboten. Und ich finde das wenigste taugt etwas. Meines erachtens ist Spiritualität immer etwas persönliches und subjektives, und außerdem etwas, das man weniger in Worte fassen kann (man kann, aber es wird dem Gegenüber nicht viel bringen) als das man es selber erleben muss um es zu begreifen/ergreifen/berühren.
Ich würd gerne etwas über psychologische und biologische Mechanismen dahinter erfahren. Man kann ja schlecht immer klagen die anderen verließen sich zu sehr auf ihre Ratio und gleichzeitig selber nur auf seine Intuition bauen..

Kennt jemand Lehrer und Kurse im Raum Bonn die meinen ansprüchen Genüge tun würden?:p:
Bietet die VHS nicht auch solche Kurse an?
Bevor ich mir ein Buch kauf hör ich dann auch auf den Rat der/des Kursleiterinn/s

igraine*
14.07.07, 07:01
Ich kann nur jedem empfehlen einen kurs zum autogenen Training zu machen. ich habe mir auch mal eine cd gekauft, die an und für sich gar nicht schlecht war, aber das wichtigste beim autogenen training ist, dass man anfangs die übungen über einen gewissen zeitraum regelmäßig macht, damit die befehle/autosuggestionen im unterbewusstsein eingespeichert sind. Dabei sind sind regelmäßige treffen in der gruppe für nicht so disziplinierte menschen vorteilhaft! ;-)
in meinem kurs haben wir zuerst die schwere in den armen und beinen gemacht, dann kommt die wärme, dann das atmen, das herz, das sonnengeflecht. zum schluss nach acht wochen (jede woche kommt ein neuer satz dazu) haben wir nur mehr einen satz bekommen, den wir uns ins unterbewusstsein einspeichern, oder besser gesagt zwei wörter: selbstkontrolle-entspannung.
wenn ich nun diese zwei wörter in mir sage, egal wo ich bin, oder was ich mache, tritt automatisch der entspannungszustand ein...
is sehr praktisch ;-))))

meditationen sind wieder ganz was anderes als autogenes training. aber man muss zuerst entspannen lernen, um meditationen überhaupt machen zu können.

lg igraine

Kristallstern
03.08.07, 20:57
Ich kann nur jedem empfehlen, einen Kurs bei der VHS oder Uni oder sonstwo zu machen, wenn er/sie keine Ahnung oder Erfahrungen im Autogenen Training hat.

Gründe:
1. Eine CD kann nicht über Risiken und Nebenwirkungen aufklären...die gibts auch beim AT.

2. Es ist ein Training. D.h. am Anfang ist es leichter, jemand anderen die Formeln sagen zu lassen, und sich nur auf den eigenen Körper zu konzentrieren. Wenn man das beherzigt, ist es wie Fahrradfahren - einmal erlernt, vergisst man es auch nach Jahren nicht

3. Am Anfang kann es "Wahrnehmungsphänomene" geben, die man als Anfänger nicht deuten kann oder von denen man überrascht wird: Z.B. die Illusion, dass man sich auf der Matte dreht oder schwebt, Magengeräusche, Herzflattern (was passieren kann, wenn man ohne Ablenkungen das erste Mal seinem eigenen Herz zuhört), zuckende Beine (ist ein gutes Symptom, denn das passiert manchen auch beim Einschlafen).

4. Bestimmte Tips bekommt man am besten von "Experten": Meist ist es banal, aber man macht es sich halt unnötig schwer, wenn man aus Unwissenheit einiges nicht macht: Man sollte z.B. nicht nach dem Essen (=mit vollem Magen) oder wenn man Kopfschmerzen hat oder schlecht drauf ist, ein Training beginnen.
Entspannungsposition: Am Anfang immer liegend, auf dem Rücken (nicht auf dem Bauch); Arme neben dem Körper; Gürtel öffnen, Brille ablegen, Ringe oder sonstiges, was durch das Fühlen ablenken könnte, ablegen.

Die Kutscherposition würde ich Anfängern nicht zum Einstieg empfehlen. Man kann sich dabei zu leicht im Rücken verspannen und braucht Übung, um sich auszubalancieren. Am besten, man macht die Position erst nach Woche 4 oder 5, wenn man die "einfachen" Übungen bereits hinter sich hat und kann.


Das A und O: Alles in kleinen Schritten und aufbauend. Ihr müsst euch auf euren Körper konzentrieren und den Körper durch Formeln ("mein Arm ist schwer") daran erinnern, wie es sich anfühlt.

Normalerweise ist der Aufbau so:
1. Ankommen: Geräusche sind nebensächlich, sie vertiefen meine Entspannung. Gedanken kommen und gehen, ich lasse sie ziehen. Ich nehme den Raum wahr, der mich umgibt.

Überleitung zu Körperreise (Einstieg): Ich fühle die Kleidung auf meine Haut.
Körperreise: Nach und nach fühlt man von den Zehen bis hinauf zum Kopf, wie man auf der Matte liegt, wie es sich anfühlt und fühlt sich idealerweise in jeden Körperteil.
(ist man erfahrener, kann man die Körperreise weglassen: Anfängern dient sie zum bewußten Spüren)

Eigentliches Autogenes Training: die Formeln
1. Schwere (mein rechter Arm ist schwer; linker Arm, rechtes Bein, linkes Bein, ganzer Körper)
2. Wärme (mein rechter Arm ist angenehm warm; s.o.)
--> "angenehm" deshalb, weil sensiblere Menschen ihren Arm mental durchaus zu sehr erhitzen ;)
3. Atmung (mein Atem ist/geht ruhig und gleichmäßig)
4. Herzschlag (mein Puls/Herz schlägt ruhig und regelmäßig bzw. gleichmäßig)
5. Sonnengeflecht (mein Bauch ist wohlig warm/angenehm warm)
6. Stirnkühle (meine Stirn ist angenehm kühl)
-> hat den Sinn, noch etwas Erfrischung zu bieten, ist aber die "schwerste"; zumindest, was die meisten Teilnehmer berichten

Man verweilt dann einen Moment und wartet evtl 30 Sekunden ab. Zu lange sollte man es nicht machen, da sonst das Aufwachen schwerer fällt ;)

Dann erfolgt die Aufwach- oder Auftauchphase: Auch nach einem bestimmten Rhytmus. Am besten beginnt man mit "nun kehre ich langsam zurück." Dann Arme und Beine ausgiebig strecken (Personen mit niedrigem Blutdruck bitte sehr intensiv strecken und bewegen ;) ), tief ein und ausatmen und dann Augen aufmachen ("...öffne ich meine Augen und bin wach und erfrischt/ausgeruht").

Man kann einiges verändern, sollte aber die Reihenfolge der Übungen beachten (Ablauf), die Formeln nicht in die Zukunftsform verpacken ("ich werde ruhig und entspannt" hilft nicht; "ich bin ruhig und entspannt") und eben am Anfang sich viel Zeit und Muße fürs Training nehmen.

Eine Übung sollte nicht länger als 15 Minuten gehen. Man soll sich nicht stundenlang entspannen. Sinn ist es, wenn man es irgendwann (= meist nach 2-3 MOnaten) sehr gut beherrscht, sich überall auch in Bus und Bahn innerhalb von 5-10 Minuten einmal komplett "durchentspannen" zu können.

AT kompensiert auch nicht Schlafverlust oder sonstiges. Aber es stärkt und erfrischt.

Achso: Ich gebe Kurse für Autogenes Training (hab es selbst gemacht und auch gelernt, wie man Kurse aufbereitet und wo man drauf achten muß). Das ist jetzt nicht als Werbung gedacht (= zu Zeit gebe ich keine und würde nur mit Ratschlägen per PN helfen), sondern damit ihr wisst, woher ich die Erfahrungen habe.

Wem übrigens die mentale Entspannung zu passiv ist, könnte auch Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen versuchen: Das läuft anders, ist aber je nach Person durchaus eher angebracht. Einfach ausprobieren.

Ich wünsche allen eine gute Entspannung!

p.S.: Mit Meditation kenne ich mich nicht aus, aber im Grunde sind Meditation und AT doch völlig unterschiedliche Sachen, oder?

Kristallstern
03.08.07, 21:06
Achso: Direkt vor die Aufwachphase kann man noch "formelhafte Vorsätze" in die Suggestion einbauen. Diese werden nach bestimmten Regeln erstellt und sollen helfen, eine Verhaltensweise zu ändern (wenn man das will).

Einige der Regeln hierbei sind: konkret, nicht verneinend sondern immer direkt ( nicht: "Ich rauche nicht mehr"); immer in der Gegenwart (nicht: "ich werde mehr Sport treiben") und immer konkret (Sporttreiben ist zu generell; aber "ich rudere jeden Tag eine Stunde" wäre z.B. besser)

Anstatt der Übungsformeln kann man das ganze auch in eine Traumreise verpacken:
Z.B. am Strand liegen und die Arme (Schwere) leicht in den Sand einsinken lassen; Sonne scheint hinunter (Wärme) usw.

Oder man macht eine Bergwanderung draus. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, solange man sich an ein paar Grundregeln hält.

Fee
03.08.07, 21:11
Wow, hallo Kristallstern!

Vielen Dank für die tollen Informationen. Das ist wirklich super beschrieben!

Alles Liebe

Fee
:sunny2:

P.S.: Willkommen hier im Forum :-)

Charlie
09.08.07, 16:24
Mein erstes (und bestes) Buch, mit dem ich zu meditieren begonnen habe, war Inner Temple of Witchcraft: Magick, Meditation and Psychic Development von Christopher Penczak. Eine Beschreibung findet ihr unter
0738702765
Dazu gibt es auch ein CD-Set:
0738703877
Ist nicht ganz billig, aber dafür ist es ein kompletter Kurs, der auf ein ganzes Jahr ausgerichtet ist und sehr viele geführte Meditationen hat.

Ansonsten meditiere ich auch einfach zu Instrumentalmusik, gerne mit Synthesizer, beispielsweise "The Sorcerer's Daughter" von Medwyn Goodall oder die CDs vom Verlag "Neue Dimension" von Hanspeter Neuber.

Grilu
09.08.07, 16:47
hallo,
ich habe auch nach langer Abwesenheit wieder hierher ins Forum gefunden.

mir hat eine Psychotherapeuthin mal eine Formel fürs autogene Training beigebracht, die mir bisher immer recht gut geholfen hat, wieder "rubter" zu kommen.

"ich bin ruhig, gelöst und entspannt
meine arme und beine sind schwer,
ganz schwer, bleischwer.
ich bin ruhig gelöst und entspannt"

Diese Formel benutze ich oft, bevor ich versuche mich für eine Meditation, Tattwa-Reise oder für die Tierkommunikation zu konzentrieren.

Hilft mir aber vor allem nicht auszurasten, wenn man mich unter Druck setzt.