Ayla
05.08.04, 16:15
aktuell zwar ein wenig spät, aber die nächste kommt bestimmt! :wink:
Daher kann vor allem der weiter unten aufgeführte astrologische Punkt zur Ergänzung ja mal nicht schaden! :wink:
Silvia schreibt, "Heute, am 21. Juni ist Sommersonnenwende (lat. solistitium) - auch Mittsommernacht genannt.
Sommersonnenwende bedeutet für unserer Breitengrade: Heute haben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht im Jahresverlauf.
Sonnenaufgang bezogen auf Berlin (Sommerzeit): 4.43 Uhr,
Sonnenuntergang: 21.32 Uhr.
Damit ergibt sich eine Tagesdauer von 16 Stunden 49 Minuten.
Die Sonne steht an diesem Tag um 12 Uhr mittags am nördlichen Wendekreis (23°20' nördlicher Breite) im Zenit. Dieser Breitengrad verläuft etwa durch die Südspitze Kaliforniens.
Am Polarkreis (66°30' nördlicher Breite) geht die Sonne in dieser Nacht nicht mehr unter und vollführt scheinbar eine Pendelbewegung am Himmel. Je weiter nördlich man Richtung Pol kommt, desto länger dauert der Zeitraum vor und nach dem 21. Juni, in dem die Sonne gar nicht mehr untergeht.
Der Kindermerkspruch
Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden nimmt sie ihren Lauf,
im Westen wird sie untergeh'n,
im Norden ist sie nie zu seh'n.
funktioniert hier also nicht.
Auf der Südhalbkugel ist dagegen die umgekehrte Situation, also die längste Nacht, denn am südlichen Polarkreis (66°30' südlicher Breite) geht die Sonne nicht auf.
In der Antike fiel die Mittsommernacht in das Sternbild des Krebses und wurde daher auch "Wendekreis des Krebses" genannt. Durch die so genannte Präzession jedoch, einer sehr langsamen Kreiselbewegung der Erde, verschieben sich im Laufe der Jahrtausende die Sternbilder allmählich. Eine Rotation dauert dabei etwa 25800 Jahre bzw. ein Platonisches Jahr.
Heute findet die Sonnenwende im Sternbild der Zwillinge statt.
Geschichtliches und Kulturelles
Mit der Sommersonnenwende beginnt bei uns offiziell der Sommer. Neben dieser kalendarischen Bedeutung ist die Sommersonnenwende besonders in den nordischen Ländern mit keltischer und germanischer Prägung nach wie vor ein traditionsreiches Datum. Je dunkler und kälter die anderen Jahreszeiten sind, desto festlicher werden die Mittsommernachtsfeiern auch heute noch gestaltet. Besonders in den so genannten Weißen Nächten oberhalb des Polarkreises, an denen die Sonne im Sommer nicht mehr untergeht, haben Sonnenwendfeiern eine wesentlich größerer Bedeutung als z. B. bei uns oder auch am Mittelmeer.
Im Laufe der Christianisierung Nordeuropas sind die Sonnenwendfeiern häufig am 24. Juni, dem Johannistag (nach Johannes dem Täufer), abgehalten worden. Auch die Johannisfeuer, die vielerorts abgebrannt werden, gehen darauf zurück und stellen eine Vermischung von heidnischen und christlichen Bräuchen dar, wie es häufig auch bei anderen christlichen Festen vorkommt.
Im Nationalsozialismus, als germanische Bräuche wiederentdeckt wurden, waren Sonnenwendfeiern offizielle Feiertage und sie erhielten die finstere Nazi-Symbolik. Dies schadet dem Ruf teilweise noch heute, was sehr schade ist. Denn ein ausgelassenes Fest am längsten Tag des Jahres, noch wenn er auf einen Samstag fällt wie heute, ist nicht der schlechteste Anlass, sich Freunde einzuladen und ein Feuer anzuzünden.
In neuerer Zeit finden sich daher auch zunehmend wieder Anhänger, die diesen schönen Brauch ganz ohne politische Ambitionen wieder aufleben lassen.
Ursachen der Sonnenwende
Die Ursache für die Sonnenwende und die Tag-/Nachtungleichheit im Jahresverlauf sind im Wesentlichen in zwei Dingen begründet:
Ekliptik
Hier gibt es zwei Betrachtungsweisen.
Die Erste dient der Positionierung von Himmelskörpern und entstammt dem geozentrischen Weltbild.
Zunächst einmal sollte man sich das Himmelsgewölbe über der Erde als Kugel vorstellen. Erweitert man nun die Lage des Erdäquators auf einen Äquator in dieser Kugel, so erhält man den Himmelsäquator auf der Innenseite der Himmelskugel.
Dem Betrachter auf der Erde nun stellt sich die Ekliptik als Bahn der Sonne um die Erde dar, der sie im Laufe des Jahres folgt. Dabei ist die Ekliptik in einem Winkel von 23,5° zum Himmelsäquator geneigt. Diese Neigung bezeichnet man auch als Schiefe der Ekliptik.
Am Tag der Frühlings- oder Herbstsonnenwende schneidet die Ekliptik den Himmelsäquator.
Am Tag der Sommersonnenwende steht die Sonne für die Menschen auf der Nordhalbkugel mittags am höchsten, am Tag der Wintersonnenwende erreicht sie mittags den niedrigsten Punkt im Vergleich zu allen anderen Tagen. Diese der Ekliptik fernsten Punkte nennt man auch Solistiden oder Solistialpunkte.
Andersherum gedacht ist die Ekliptik die Ebene durch die Sonne, auf der die Erde ihre Bahn zieht. Die Erdachse steht auf der Umlaufbahn jedoch nicht senkrecht, also in einem 90°-Winkel, sondern sie ist um 66,5° geneigt.
Diese Neigung auf der Ekliptik ist immer konstant, d.h. die Erdachse behält ihre Schräglage bei, es ändert sich dadurch aber im Laufe des Jahres ihre Position im Verhältnis zur Sonne.
Man stelle es sich so vor, dass ein Männchen auf dem Rand einer Scheibe mit dem Körper leicht nach Norden kippt. Nun dreht es sich in dieser Schräglage einmal um die Körperachse und zieht zusätzlich auf dem Scheibenrand um den Scheibenmittelpunkt (Sonne) seine Bahn, aber der Kopf zeigt immer nach Norden, egal, an welcher Stelle der Scheibe es ist.
Die Pole weisen je nach Verlauf eines Jahres also jeweils zur Sonne hin oder von der Sonne weg und es entstehen durch den sich ändernden Einfallswinkel der Sonnenstrahlen die Jahreszeiten. Bei der Frühlings- und Herbstsonnenwende ist Tag- und Nachtgleiche, denn sowohl Nord- als auch Südpol haben den selben Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Durch die Schrägstellung der Erde allerdings beginnt nun für die jeweiligen Erdhalbkugeln eine andere Jahreszeit, je nachdem, ob der Nord- oder der Südpol zur Sonne zeigt.
Deklination
Die Deklination kann zunächst als Übertragung der Breitenkreise auf die gedachte Himmelskugel gesehen werden, entsprechend dazu ist die Rektaszension die Übertragung der Längenkreise. Als Nullpunkt der Rektaszension dient dabei der Frühlingspunkt.
Der Himmelsäquator vom Erdstandpunkt aus gesehen steht, wie gesagt, in einem Winkel von 23,5° zur Ekliptik. Die Sonne befindet sich daher von diesem Standpunkt aus ein halbes Jahr über und ein halbes Jahr unter dem Himmelsäquator. Diesen Winkel, den die Sonne vom Himmelsäquator entfernt ist, bezeichnet man als Deklination.
Oberhalb des Himmelsäquators ist die Deklination positiv, unterhalb negativ.
Astronomisch gesehen findet eine Sonnenwende nun immer dann statt, wenn es einen Deklinationswechsel bzw. eine Deklinationsumkehr der Sonne gibt.
Für uns werden die Tage einfach nur kürzer oder länger. Und ab heute werden sie leider wieder kürzer. "
Quelle: www.pflanzenbuch.de
Daher kann vor allem der weiter unten aufgeführte astrologische Punkt zur Ergänzung ja mal nicht schaden! :wink:
Silvia schreibt, "Heute, am 21. Juni ist Sommersonnenwende (lat. solistitium) - auch Mittsommernacht genannt.
Sommersonnenwende bedeutet für unserer Breitengrade: Heute haben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht im Jahresverlauf.
Sonnenaufgang bezogen auf Berlin (Sommerzeit): 4.43 Uhr,
Sonnenuntergang: 21.32 Uhr.
Damit ergibt sich eine Tagesdauer von 16 Stunden 49 Minuten.
Die Sonne steht an diesem Tag um 12 Uhr mittags am nördlichen Wendekreis (23°20' nördlicher Breite) im Zenit. Dieser Breitengrad verläuft etwa durch die Südspitze Kaliforniens.
Am Polarkreis (66°30' nördlicher Breite) geht die Sonne in dieser Nacht nicht mehr unter und vollführt scheinbar eine Pendelbewegung am Himmel. Je weiter nördlich man Richtung Pol kommt, desto länger dauert der Zeitraum vor und nach dem 21. Juni, in dem die Sonne gar nicht mehr untergeht.
Der Kindermerkspruch
Im Osten geht die Sonne auf,
im Süden nimmt sie ihren Lauf,
im Westen wird sie untergeh'n,
im Norden ist sie nie zu seh'n.
funktioniert hier also nicht.
Auf der Südhalbkugel ist dagegen die umgekehrte Situation, also die längste Nacht, denn am südlichen Polarkreis (66°30' südlicher Breite) geht die Sonne nicht auf.
In der Antike fiel die Mittsommernacht in das Sternbild des Krebses und wurde daher auch "Wendekreis des Krebses" genannt. Durch die so genannte Präzession jedoch, einer sehr langsamen Kreiselbewegung der Erde, verschieben sich im Laufe der Jahrtausende die Sternbilder allmählich. Eine Rotation dauert dabei etwa 25800 Jahre bzw. ein Platonisches Jahr.
Heute findet die Sonnenwende im Sternbild der Zwillinge statt.
Geschichtliches und Kulturelles
Mit der Sommersonnenwende beginnt bei uns offiziell der Sommer. Neben dieser kalendarischen Bedeutung ist die Sommersonnenwende besonders in den nordischen Ländern mit keltischer und germanischer Prägung nach wie vor ein traditionsreiches Datum. Je dunkler und kälter die anderen Jahreszeiten sind, desto festlicher werden die Mittsommernachtsfeiern auch heute noch gestaltet. Besonders in den so genannten Weißen Nächten oberhalb des Polarkreises, an denen die Sonne im Sommer nicht mehr untergeht, haben Sonnenwendfeiern eine wesentlich größerer Bedeutung als z. B. bei uns oder auch am Mittelmeer.
Im Laufe der Christianisierung Nordeuropas sind die Sonnenwendfeiern häufig am 24. Juni, dem Johannistag (nach Johannes dem Täufer), abgehalten worden. Auch die Johannisfeuer, die vielerorts abgebrannt werden, gehen darauf zurück und stellen eine Vermischung von heidnischen und christlichen Bräuchen dar, wie es häufig auch bei anderen christlichen Festen vorkommt.
Im Nationalsozialismus, als germanische Bräuche wiederentdeckt wurden, waren Sonnenwendfeiern offizielle Feiertage und sie erhielten die finstere Nazi-Symbolik. Dies schadet dem Ruf teilweise noch heute, was sehr schade ist. Denn ein ausgelassenes Fest am längsten Tag des Jahres, noch wenn er auf einen Samstag fällt wie heute, ist nicht der schlechteste Anlass, sich Freunde einzuladen und ein Feuer anzuzünden.
In neuerer Zeit finden sich daher auch zunehmend wieder Anhänger, die diesen schönen Brauch ganz ohne politische Ambitionen wieder aufleben lassen.
Ursachen der Sonnenwende
Die Ursache für die Sonnenwende und die Tag-/Nachtungleichheit im Jahresverlauf sind im Wesentlichen in zwei Dingen begründet:
Ekliptik
Hier gibt es zwei Betrachtungsweisen.
Die Erste dient der Positionierung von Himmelskörpern und entstammt dem geozentrischen Weltbild.
Zunächst einmal sollte man sich das Himmelsgewölbe über der Erde als Kugel vorstellen. Erweitert man nun die Lage des Erdäquators auf einen Äquator in dieser Kugel, so erhält man den Himmelsäquator auf der Innenseite der Himmelskugel.
Dem Betrachter auf der Erde nun stellt sich die Ekliptik als Bahn der Sonne um die Erde dar, der sie im Laufe des Jahres folgt. Dabei ist die Ekliptik in einem Winkel von 23,5° zum Himmelsäquator geneigt. Diese Neigung bezeichnet man auch als Schiefe der Ekliptik.
Am Tag der Frühlings- oder Herbstsonnenwende schneidet die Ekliptik den Himmelsäquator.
Am Tag der Sommersonnenwende steht die Sonne für die Menschen auf der Nordhalbkugel mittags am höchsten, am Tag der Wintersonnenwende erreicht sie mittags den niedrigsten Punkt im Vergleich zu allen anderen Tagen. Diese der Ekliptik fernsten Punkte nennt man auch Solistiden oder Solistialpunkte.
Andersherum gedacht ist die Ekliptik die Ebene durch die Sonne, auf der die Erde ihre Bahn zieht. Die Erdachse steht auf der Umlaufbahn jedoch nicht senkrecht, also in einem 90°-Winkel, sondern sie ist um 66,5° geneigt.
Diese Neigung auf der Ekliptik ist immer konstant, d.h. die Erdachse behält ihre Schräglage bei, es ändert sich dadurch aber im Laufe des Jahres ihre Position im Verhältnis zur Sonne.
Man stelle es sich so vor, dass ein Männchen auf dem Rand einer Scheibe mit dem Körper leicht nach Norden kippt. Nun dreht es sich in dieser Schräglage einmal um die Körperachse und zieht zusätzlich auf dem Scheibenrand um den Scheibenmittelpunkt (Sonne) seine Bahn, aber der Kopf zeigt immer nach Norden, egal, an welcher Stelle der Scheibe es ist.
Die Pole weisen je nach Verlauf eines Jahres also jeweils zur Sonne hin oder von der Sonne weg und es entstehen durch den sich ändernden Einfallswinkel der Sonnenstrahlen die Jahreszeiten. Bei der Frühlings- und Herbstsonnenwende ist Tag- und Nachtgleiche, denn sowohl Nord- als auch Südpol haben den selben Einfallswinkel der Sonnenstrahlen. Durch die Schrägstellung der Erde allerdings beginnt nun für die jeweiligen Erdhalbkugeln eine andere Jahreszeit, je nachdem, ob der Nord- oder der Südpol zur Sonne zeigt.
Deklination
Die Deklination kann zunächst als Übertragung der Breitenkreise auf die gedachte Himmelskugel gesehen werden, entsprechend dazu ist die Rektaszension die Übertragung der Längenkreise. Als Nullpunkt der Rektaszension dient dabei der Frühlingspunkt.
Der Himmelsäquator vom Erdstandpunkt aus gesehen steht, wie gesagt, in einem Winkel von 23,5° zur Ekliptik. Die Sonne befindet sich daher von diesem Standpunkt aus ein halbes Jahr über und ein halbes Jahr unter dem Himmelsäquator. Diesen Winkel, den die Sonne vom Himmelsäquator entfernt ist, bezeichnet man als Deklination.
Oberhalb des Himmelsäquators ist die Deklination positiv, unterhalb negativ.
Astronomisch gesehen findet eine Sonnenwende nun immer dann statt, wenn es einen Deklinationswechsel bzw. eine Deklinationsumkehr der Sonne gibt.
Für uns werden die Tage einfach nur kürzer oder länger. Und ab heute werden sie leider wieder kürzer. "
Quelle: www.pflanzenbuch.de